Generalversammlung 2023

Neuwahlen und zahlreiche Beförderungen standen im Mittelpunkt der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Garrel. Einstimmig wurde Christoph Bohmann zum Jugendfeuerwehrwart und damit zum Nachfolger von Niklas Wiese gewählt. Sein Stellvertretender ist ab sofort Johannes Kühling, der Jan Bohmann folgt. In seinem letzten Bericht hatte Niklas Wiese berichtet, dass 21 Jugendliche zur Jugendfeuerwehr gehören. Neun hätten die Anforderungen für die Leistungsspange geschafft.

Als Anwärter nahm die Feuerwehr Garrel Tim Behrens, Adrian Rum und Martin Krummen neu auf. Nach ihrer Bewährungszeit wurden Nicolas Goubeaud, Johannes Kühling, Christian Lanfermann und Terry Möller zum Feuerwehrmann befördert. Weitere Beförderungen: Jan Bohmann (Oberfeuerwehrmann), Andreas Voßmann (1. Hauptfeuerwehrmann), Niklas Wiese (Löschmeister), Ingo Alberding und Michael Schaub (beide Oberbrandmeister). Der Feuerwehrkreisverband Cloppenburg beförderte Mario Backhaus zum Oberlöschmeister. Neu oder wiedergewählt wurden als Gruppenführer Thorsten Kühling, Peter Schulte, Michael Tangemann, Jens Rauer und Niklas Wiese. Michael Kohler gab sein Amt als Gruppenführer auf. Reiner Fitze stellte seinen Posten als Gruppenführer der Gefahrgutgruppe zur Verfügung.

2022 rückte die Feuerwehr Garrel insgesamt 146-mal aus. Darunter fielen 16 Brandeinsätzen, 15 Verkehrsunfällen und 51 Hilfeleistungen. Allein im Februar gab es bei den Stürmen „Ylenia“ und „Zeynep“ 35 Einsätze. „60 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen ist ein trauriger Rekordwert“, bilanzierte Schriftführer Andreas Voßmann. Dadurch seinen 542 Einsatzstunden zusammengekommen. Das entspricht 25 Prozent der Gesamteinsatzzeit. Im Jahr 2022 waren die Garreler Feuerwehrkameraden 8400 Stunden im Dienst, davon 2200 bei Einsätzen.

Gemeindebrandmeister Michael Schaub beklagte die zahlreichen Fehlalarme und ließ in seinem Bericht das Jahr Revue passieren. Dabei sprach er auch die Einrichtung einer Annahmestelle für die Ukrainehilfe oder die Unterstützung bei der Beerdigung von Pfarrer em. Alfons Diekmann an.

Bürgermeister Thomas Höffmann bedankte sich für den Einsatz der Feuerwehr und deren Zuverlässigkeit. Gemeinsam mit dem Kommando begleite man den neuen Bedarfsplan und die Anschaffung mehrerer Fahrzeuge in den nächsten Jahren. „Frustrierend“ sei die hohe Zahl der Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen. Hier sei man mit den Firmen im Gespräch. Wenn Garrels Feuerwehrleute in Zukunft einen Lehrgang besuchen, erhalten sie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 100 Euro, bislang waren es 50 Euro.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Abshof beklagte das mangelnde Angebot für Fortbildungen. Eine qualifizierte Weiterbildung sei kaum noch möglich. Das Innenministerium müsse dringend mehr Angebote in der Feuerwehrschule Loy schaffen. In Cloppenburg werde derzeit ein großer Übungsplatz neu eingerichtet. Die Anschaffung eines neuen Containerfahrzeugs verbessere die Situation nach den Einsätzen in den Bereichen Kontaminierung, Reinigung der Einsatzkleidung und Duschen.

Die vom Kreisverband neu aufgelegte „Verdienstmedaille in Bronze“ erhielt Holger Crone. Durch seine Aufgabe als Getränkewart leiste er seit 22 Jahren einen wichtigen Dienst für die Kameradschaft, der durch Beförderungen nicht entsprechend honoriert werden könne. Die neuen Medaillen seien bestimmt für die Verdienste im Hintergrund, sagte Abshof.

 

Bild & Text: Hubert Looschen

Dienstabend – Einsatzübung Forstunfall

Für den Dienstabend am Dienstag, den 07.03.2023, haben sich der stellvertretene Gemeindebrandmeister und die Gruppenführer wieder eine interessante Einsatzübung einfallen lassen.

Das Szenario sah einen Forstunfall vor, bei dem zwei Forstarbeiter unter Bäumen eingeklemmt wurden. Die Bäume waren ineinander verkeilt. Zudem befand sich die Einsatzstelle in einem unwegsamen Gelände tief im Wald.

Zwei Dummys, eingeklemmt unter Bäumen stellten die Personen dar. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an einen Kameraden, der sowohl das Gelände im Trimm-dich-Pfad als auch einen Teleskoplader für die Positionierung der Bäume zur Verfügung stellte.

Zu den Hauptaufgaben gehörten neben dem Ausleuchten der Unfallstelle einschließlich der Zuwegung auch selbstverständlich die patientenorientierte Rettung der beiden Personen. Hierfür nutzen die Kameraden der Feuerwehr Garrel sämtliche Gerätschaften, die zur technischen Hilfeleistung eingesetzt werden, wie zum Beispiel Hebekissen.

Aufgrund der langen Wegstrecke von etwa 250 Metern war es notwendig, Notstromaggregate, Beleuchtungsmaterialien und anderes technisches Gerät von den Fahrzeugen abzulasten und im Wald zu positionieren. Das nahm Manpower in Anspruch. Um die Gerätschaften koordiniert einsetzen zu können, wurde in Höhe der Einsatzstelle ein Ablageplatz eingerichtet.

Eine Sammelstelle musste für die Verletzten an einem geeigneten Ort aufgebaut werden. Diese sollte zum Beispiel vom Rettungsdienst mit ihren Fahrzeugen befahrbar sein. Zu dieser Stelle wurden später die zwei Verletzten in einer Schleifkorbtrage transportiert. Ebenfalls ein Bestandteil der Übung war die Betreuung und Wärmeerhaltung der Patienten.