Zivilcourage – Hohe Auszeichnung für Lebensretter

Alexander Kromm ist in Garrel mit der Niedersächsischen Rettungsmedaille geehrt worden. Der 47-Jährige hatte im Februar eine bewusstlose Frau aus ihrem verqualmten Haus gerettet.

von Dennis Schrimper, OM-Medien
Dass so viel Aufhebens um seine Person gemacht wird, war ihm nicht wirklich recht. Doch es gilt das alte Sprichwort: Ehre, wem Ehre gebührt. Weil er einer Garrelerin im Februar das Leben gerettet hat, ist Alexander Kromm nun in einer Feierstunde im Garreler Rathaus mit der Niedersächsischen Rettungsmedaille ausgezeichnet worden – eine Ehre, die nur wenigen zuteil wird.
Am 24. Februar war der Unternehmer aus Werlte gegen 11 Uhr mit seinem Mülltonnen-Reinigungsfahrzeug in der Christinenstraße in Garrel unterwegs, als er bemerkte, dass aus einem Bungalow Brandgeruch kam. Er stoppte sein Fahrzeug, klopfte und klingelte, um die Bewohner des Hauses zu warnen. Als niemand antwortete, sich laut einer Anwohnerin aber noch eine Person in dem Haus befinden sollte, schlug Alexander Kromm eine Fensterscheibe ein.
Auf allen vieren kroch der 47-Jährige durch das völlig verqualmte Haus und fand schließlich im Schlafzimmer eine bewusstlose Frau und brachte sie ins Freie. Mit einem in der Nachbarschaft wohnenden Feuerwehrmann kümmerte er sich um die verletzte Person. Die Frau und auch ihr Retter wurden daraufhin ins St.-Josefs-Hospital in Cloppenburg gebracht, wo Kromm 24 Stunden zur Beobachtung bleiben musste.
„Nur durch das entschlossene Handeln unseres Retters konnte die bewusstlose Person vor dem sogenannten Rauchtod bewahrt werden“, sagte Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann, der Alexander Kromm als „echten und wahren Helden“ bezeichnete. Auch die am Einsatz beteiligten Rettungskräfte hätten sein Verhalten als vorbildlich beschrieben. Kromms Zivilcourage verdiene höchste Anerkennung und Respekt. Immerhin habe er nicht eine Sekunde gezögert und sein eigenes Leben und seine Gesundheit zurückgestellt, um zu helfen, so der Verwaltungschef.
„Wo andere zur Seite geschaut hätten, hat Alexander Kromm ‚Bürgermut‘ gezeigt“, so Höffmann. Taten wie diese bewiesen, „dass wir eine offene und soziale Gesellschaft haben, in der Menschen für andere Mitbürger da sind, wenn es darauf ankommt“. Der Verwaltungschef kritisierte, dass die Arbeit von Rettungskräften heutzutage oft von Gaffern und deren „verstörenden Handlungen“ erschwert werde. „Sensationsgierige Personen“ stünden im Weg, um Foto- und Videoaufnahmen zu machen. Im aktiven Dienst als Polizeibeamter und im Rettungsdienst habe er sich selbst oft über diese Verhaltensweisen geärgert, die noch heute seinen Puls in die Höhe trieben.
Udo Schwarz, Regierungsbrandmeister des Niedersächsischen Landesamts für Brand- und Katastrophenschutz, betonte in der Feierstunde, dass die Ehrung Kromms „mehr als nur gerechtfertigt“ sei. „Eine Medaille ist eigentlich noch viel zu wenig.“ Sein rasches und zielgerichtetes Handeln „aus einem Impuls heraus“ sei alles andere als selbstverständlich gewesen. Dadurch rage er positiv aus der Gesellschaft heraus. Die „hohe Wertigkeit“ der Niedersächsischen Rettungsmedaille zeige sich darin, dass sie nur selten vergeben werde. „Das ist kein Streuartikel“, machte er deutlich.
„Helden gibt es leider viel zu wenig“, ergänzte Garrels Gemeindebrandmeister Peter Deeben, der Kromm mit einem Augenzwinkern dazu einlud, sich der Feuerwehr anzuschließen. Kreisbrandmeister Arno Rauer sagte, dass die Minuten, in denen der Retter zur Stelle war, „kostbar“ gewesen seien.
Der Retter selbst gab sich in der Feierstunde bescheiden. „Ich habe damals gar nicht daran gedacht, später mal hier zu sitzen und geehrt zu werden.” Wie er sagte, würde er wieder so handeln. Zu der geretteten Frau habe er keinen Kontakt.

Feierstunde für einen Helden: Alexander Kromm (Mitte) freute sich mit (von links) Gemeindebrandmeister Peter Deeben, Kreisbrandmeister Arno Rauer, Bürgermeister Thomas Höffmann, seiner Frau Marina Kromm, Regierungsbrandmeister Udo Schwarz und dem örtlichen Polizisten Jürgen Pieper über die Auszeichnung. Foto: Schrimper

Hier geht´s zum originalen Zeitungsartikel

Münsterländische Tageszeitung vom 14. Juli 2021

Hier geht´s zu dem veröffentlichten Einsatzbericht der Feuerwehr Garrel

Feuerwehr Garrel, Wohnungsbrand – Müllwagenfahrer rettet Hausbewohnerin

 

Generalversammlung 2020 und 2021

Den Wunsch, möglichst bald wieder einen gewohnten „Feuerwehrdienst“ ausüben zu dürfen, äußerte Garrels Gemeindebrandmeister Peter Deeben auf der Generalversammlung am vergangen Samstag, den 24. April 2021, im Feuerwehrhaus.

Erstmalig in der Geschichte der Feuerwehr Garrel fand die diesjährige Versammlung Corona bedingt als Hybridveranstaltung statt. Dementsprechend wurden nur diejenigen ins Feuerwehrhaus eingeladen, die unbedingt anwesend sein mussten, wie zum Beispiel die zu ehrenden Kameraden.

Zudem begrüßte Peter Deeben und sein Stellvertreter Michael Schaub noch den Kreisbrandmeister Arno Rauer, den Bürgermeister Thomas Höffmann sowie den Fachbereichsleiter Wilfrid Schewe. Alle weiteren Mitglieder, ob aktiv oder in der Altersabteilung, verfolgten die Veranstaltung digital von zu Hause.

Entsprechend ihrer Alarmgruppe nahmen die Anwesenden räumlich getrennt in der Fahrzeughalle und im Gruppenraum an der Sitzung teil. Jede Gruppe nutzte einen separaten Eingang mit einem vorangegangenen Corona-Schnelltest, um das geforderte Hygienekonzept umzusetzen. Ein Alkoholverbot, die Maskenpflicht und der Mindestabstand gehörten ebenfalls als Maßnahmen dazu.

„Vieles musste im vergangenen Jahr abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden“, so die Worte von Gemeindebrandmeister Peter Deeben nach seiner Begrüßung. Selbst das Jahr 2019 konnte noch nicht abgeschlossen werden. Die aktuelle Situation machte eine Absage bei beiden Terminen, die für die Jahreshauptversammlung angesetzt waren, jedes Mal unumgänglich. Somit standen bei dieser Generalversammlung die Abschlüsse von 2019 und 2020 auf der Tagesordnung.

Einen Dank sprach Peter Deeben allen Kameraden aus, die bei der Fertigstellung der Überdachung im Jahre 2019 tatkräftig geholfen haben. Rund 600 Arbeitsstunden hätten die Feuerwehrmänner überwiegend am Wochenende in Eigenleistung investiert. Es versprach, dass die Einweihung noch auf jeden Fall stattfinden werde. Das gleiche würde auch für den neuen Mannschaftstransportwagen gelten, der im November eintraf.

Lobende Worte fand der Gemeindebrandmeister auch für den Arbeitskreis „ELW1“, der zusätzlich nochmal 160 Stunden in die Ausbildung aufbrachte und das über den normalen Dienst hinweg. Der neue Einsatzleitwagen wurde im Sommer 2019 offiziell mit einem anschließenden Tag der offenen Tür feierlich in den Dienst gestellt. Außerdem nehme aktuell auch die Erfassung des kompletten Inventars der jeweiligen Fahrzeuge in ein Feuerwehrportal eine Menge Zeit in Anspruch.

Die Auswirkungen der Pandemie für die Feuerwehr Garrel wurden nach einem Vergleich der beiden vergangen Jahre deutlich. Konnten die Garreler Feuerwehrmitglieder in 2019 noch 74 Lehrgänge besuchen, waren es ein Jahr später nur noch 21 Fortbildungen. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Dienstabenden. Hier lag man im vergangenen Jahr bei 735 Stunden, die etwa nur ein Drittel des üblichen Niveaus ausmachten. Die Einsatzstatistik verzeichnete 111 zu 90 Alarmierungen.

Schlecht sah es auch in Bezug auf die Kameradschaftspflege im letzten Jahr aus. Lediglich der traditionelle Kohlgang fand im Februar statt. Im Vorjahr reiste die Feuerwehr noch nach Hamburg zu einem Mehrtagesausflug und bestritt die Wettkämpfe auf dem Kreisfeuerwehrtag in Scharrel erfolgreich mit zwei erste Plätze und einem zweiten.

Ein letztes Mal trug Hendrik Rauer den Jugendfeuerwehrbericht vor. Nach 10 Jahren erfolgreicher Jugendarbeit gab er das Amt des Jugendfeuerwehrwartes ab. Ebenso musste Maximilian Haase seine Position als Stellvertreter aus beruflichen Gründen abgeben „Ihr habt in den letzten Jahren eine tolle Arbeit geleistet“, sagte Peter Deeben. Auch wenn er den Schritt der beiden bedauere, bräuchte man sich um die Zukunft der Jugendfeuerwehr keine Sorgen machen. „Mit Jan Bohmann wird ab jetzt ein neues Gesicht als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart agieren“, so Deeben. Niklas Wiese als neuer Jugendwart und Jan Bohmann als dessen Stellvertreter wurden einstimmig in ihre Ämter gewählt. Als zusätzlichen Betreuer gewannen die Jugendwarte Peter Wiese hinzu.

Zahlreiche Beförderungen standen zudem noch auf der Agenda. Als Feuerwehrmannannwärter nahm die Feuerwehr Garrel Fritz Buchholz neu auf. Peter Wiese, Hannes Neumeister, Christoph und Jan Bohmann sowie Jan Böckmann wurden Feuerwehrmann. Oberfeuerwehrmann wurden Fabian Schumacher, Henning Otten, Ingo Ordel, Christian Kurmann, Lukas Kock, Stefan Felker, Eugen Boger, Tobias Averbeck und Bernd Alberding. Zum Hauptfeuerwehrmann ernannte man Niklas Wiese, Andreas Voßmann, Hendrik Tegenkamp, Marvin Rolfes, Markus Rempe, Maximilian Haase und Bernd Gieseke. Die Beförderung zum 1. Hauptfeuerwehrmann erhielten Norbert Rolfes, Oliver Högemann und Oliver Hinxlage. Über den Dienstgrad des Löschmeisters freute sich Peter Schulte. Michael Schaub und Ingo Alberding wurden zum Hauptlöschmeister berufen. Gemeindebrandmeister Peter Deeben ist jetzt 1. Hauptbrandmeister.

„Ich möchte es mir heute nicht nehmen lassen 5 Kameraden ausdrücklich willkommen zu heißen“, so Peter Deeben im weiteren Verlauf der Versammlung. Werner Schumacher, Rainer Kock und Christian Suter feierten ihr 40-jähriges Jubiläum. Die beiden Feuerwehrmänner Markus Rempe und Peter Schulte das 25-jährige Jubiläum. „Unsere Jubilare haben über die Jahre sehr vielfältige Aufgaben innerhalb der Feuerwehr übernommen“, fuhr Deeben fort und würdigte in seiner Laudatio den Werdegang des jeweiligen Kameraden. „Leider können wir dieses Jubiläum nicht in der gewohnten Art und Weise gemeinsam mit Euren Frauen im Rathaus durchführen“, sagte er weiter. Glückwünsche überbrachte ebenfalls Bürgermeister Thomas Höffmann und übergab zusammen mit Wilfried Schewe neben einer Ehrenurkunde auch das jeweiligen Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen. Für die daheim gebliebenen Frauen hatte Höffmann ebenso eine Überraschung. Während der Sitzung wurden durch eine Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Blumensträuße an den Haustüren übergeben.

Der Bürgermeister bestätigte zuvor in seiner Ansprache den hohen Stellenwert der Feuerwehr im Gemeinderat. Auch Kreisbrandmeister Arno Rauer beschrieb die besonderen Herausforderungen der Feuerwehren in der Pandemie. Umso mehr freute es ihn, dass bereits am 1. Mai erste Feuerwehrmänner und Frauen aus dem Landkreis Cloppenburg geimpft werden können. Gemeindebrandmeister Peter Deeben bestätigte, dass bereits innerhalb der Garreler Feuerwehr erste Vorbereitungen laufen.

Feuerwehr froh über baldiges Impfangebot – MT Bericht vom 22. April 2021

Einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität sieht Garrels Gemeindebrandmeister Peter Deeben in der Nachricht, dass die Feuerwehrleute in Niedersachsen ab dem 1. Mai priorisiert geimpft werden sollen. „Wir sind sehr gut zufrieden“, sagte er auf Nachfrage.

Dennis Schrimper von der Münsterländischen Tageszeitung sprach Gemeindebrandmeister Peter Deeben auf das Impfangebot an. Der Bericht wurde am 22. April 2021 veröffentlicht.

Hier geht’s zum vollständigen Bericht: Münsterländische Tageszeitung vom 22. April 2021

 

Feuerwehr Garrel unterstützte die Impfkampagne im Landkreis CLP

Auch die Feuerwehr Garrel unterstützte die Impfkampagne im Landkreis Cloppenburg. Am Mittwoch und Donnerstag, den 24. / 25. März 2021, waren jeweils zwei Kameraden bei der Aktion in der Garreler Sporthalle in der Zeit von 08:30 Uhr bis 15:30 Uhr eingeteilt.

Schon in der Vergangenheit haben Feuerwehrmänner am Impfzentrum des Landkreises Cloppenburg an der Talsperre geholfen. Der Parkplatzdienst und die Wegweisung zu den Eingängen gehörten zu den Aufgaben.

Eine ältere Dame, die sich am Donnerstag in der Sporthalle impfen ließ, machte den Kameraden eine kleine Freude. Sie zauberte zwei Duplos aus ihrer Handtasche, weil sie von dem reibungslosen Ablauf vor Ort so begeistert war. Die perfekte Organisation konnten die Feuerwehrmänner nur bestätigen. Auch für ihre Verpflegung war sehr gut gesorgt.

MT berichtete über Feuerwehr Garrel – Auswirkungen der Corona-Pandemie

Unter der Überschrift „Feuerwehr Garrel fehlt das Training“ veröffentlichte die Münsterländische Tageszeitung am Dienstag, den 09. Februar 2021, einen Bericht über die Feuerwehr Garrel. Dennis Schrimper sprach mit Gemeindebrandmeister Peter Deeben über die Auswirkungen der Corona-Pandemie innerhalb der Feuerwehr.

Seit März 2020 haben die Garreler Feuerwehrmänner keinen richtigen Übungsdienst mehr gehabt. Zwar ist die Feuerwehr nach wie vor zu jeder Stunde an jedem Tag einsatzbereit, jedoch stellen sich mittlerweile erste Defizite ein. „Wenn man nicht übt, wird man unsicher“, betont Peter Deeben in dem Gespräch. Auch die Kameradschaft leide sehr unter der aktuellen Situation.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter: Münsterländische Tageszeitung vom 9. Februar 2021

oder online unter: om-online.de

Feuerwehr bereitet sich vor – zwei Einsatzfahrzeuge mit Schneeketten ausgerüstet

Seit Tagen warnt der Deutsche Wetterdienst für heute Abend sowie den morgigen Sonntag vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen.
Keiner weiß, was uns genau erwartet. Die Feuerwehr Garrel hat sich vorbereitet und zwei Einsatzfahrzeuge mit Schneeketten ausgerüstet.

Atemschutzgeräteträger müssen körperliche Eignung unter Beweis stellen

Ein regulärer Dienstbetrieb, wie man es aus der Vergangenheit kennt, ist aktuell nicht möglich. Wie im letzten Jahr sind auch bereits in diesem Jahr schon etliche Dienstabende bei der Feuerwehr Garrel ausgefallen. Nur Dinge, die für den Erhalt der Einsatzbereitschaft absolut notwendig sind, werden derzeit durchgeführt.

Trotz Coronapandemie steht die Sicherheit der Feuerwehrmänner nach wie vor bei einem Einsatz an oberster Stelle. So ist es vorgeschrieben, dass ein Atemschutzgeräteträger regelmäßig seine körperliche Eignung unter Beweis stellen muss. Neben der alle drei Jahre wiederkehrenden ärztlichen Untersuchung, der s.g. „G26“, ist mindestens einmal im Jahr ein Einsatz unter schwerem Atemschutz unumgänglich. Der kann auf einem regulären Einsatz erfolgen, alternativ aber auch bei einer realistischen Einsatzübung. Da auch in der jetzigen Situation die Tauglichkeitsprüfung nicht aufgeschoben werden darf und weil sich Einsätze, bei denen man eine Vielzahl von Atemschutzgeräteträgern benötigt, nicht planen lassen, wurden kurzerhand zwei Übungen ausgearbeitet. Diese sollten der Belastung eines realen Einsatzes ähneln und fanden selbstverständlich unter den gängigen Hygienevorschriften statt.

Für diese Übungseinheit am vergangenen Dienstagabend wurden erst einmal nur die Atemschutzgeräteträger aus der ersten von zwei Schleifen (Meldergruppen) eingeladen und in zwei Gruppen, bestehend aus acht und zehn Leuten, aufgeteilt. Die zehn Feuerwehrmänner, die auch der Gefahrgutgruppe angehören, blieben im Feuerwehrhaus. Sie bekamen die Aufgaben aus DUPLO-Steinen ein vorgegebenes Motiv nachzubauen, darüber hinaus noch Funkkontakt zu den Kameraden zu halten und eine Leckage zu schließen. Die Übung war nicht nur ein Belastungstest, sondern trainierte zugleich auch die Motorik. Eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte, da sie zu dem Pressluftatmer noch Chemikalienschutzanzüge (CSA) trugen.

Die übrigen acht Teilnehmer trafen sich in der ehemaligen Bäckerei der Firma Lieken. Auch sie mussten sich einem Belastungstest unterziehen, indem sie über die Rettungsleiter, die als 2. Rettungsweg gilt, in die obere Ebene des Gebäudes kletterten. Darüber hinaus sollte noch ein Löschangriff in dem Gebäude simuliert werden, mit dem man unter anderem die Koordinationsfähigkeit stärken wollte.

Die Feuerwehr Garrel hofft, dass das in absehbarer Zeit wieder ein normales Vereinsleben möglich ist.

Fuhrpark mit neuem Mannschaftstransportwagen (MTW) wieder komplett

Nachdem die Feuerwehr Garrel vor einiger Zeit ihren alten MTW (Mannschaftstransportwagen) außer Dienst gestellt hat, konnten Kameraden am Dienstag, den 03.11.2020, den Nachfolger in Empfang nehmen. Überführt wurde das Fahrzeug aus Forchheim von der Firma Compoint Fahrzeugbau und traf gegen Abend in Garrel ein.

Ausgestattet ist der Ford Transit mit 9 Sitzen und dient vorrangig der Feuerwehr Garrel sowie der Jugendfeuerwehr zum Transport von Personen.

Weitere Bilder und Details folgen in Kürze hier auf unserer Homepage.

1. bundesweiter Warntag am 10 September 2020

1. bundesweiter Warntag am 10 September 2020 – um 11.00 Uhr wird in Garrel die Sirene heulen

Zum ersten Mal wird in der Bundesrepublik am Donnerstag, den 10. September 2020 der Warntag durchgeführt. Das ist eine gemeinsame Übung des Bundes, der Länder und der Kommunen. Zukünftig wird der Warntag jährlich am zweiten Donnerstag im September stattfinden.

Es wird in der gesamten Bundesrepublik eine Probewarnung der Bevölkerung geben. Auch in Garrel wird die Sirene um 11.00 Uhr eine Minute lang auf- und abschwellend heulen. Nach etwa zwanzig Minuten gibt es dann mit einem Sirenen-Dauerton, der ebenfalls eine Minute lang ertönt, Entwarnung.

Der bundesweite Warntag soll dazu beitragen, in Notlagen das Wissen um die Warnung zu erhöhen und damit die Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung zu unterstützen. Auch sollen die bundesweit einheitlichen Sirenensignale bekannter werden. Es sind die Signale mit der die Bevölkerung bei Naturgefahren, gefährlichen Wetterlagen, bei Waffengewalt und Angriffen, bei Unfällen in Chemiebetrieben, bei großem Feuer und anderem mehr gewarnt werden kann. Nicht zu verwechseln mit dem bekannten Sirenensignal, dem einminütigen Dauerton mit zweimaliger Unterbrechung. Mit diesem Signal wird die Feuerwehr zum Einsatz gerufen.

Mehr Informationen unter: https://warnung-der-bevoelkerung.de

Feuerwehr trifft Maßnahmen gegen den Corona-Virus

Die Corona-Krise hat Deutschland fest im Griff. Die derzeitigen Umstände stellen nicht nur viele Unternehmen, Vereine und Familien, sondern alle Bürgerinnen und Bürger vor große Herausforderungen.

Auch die Feuerwehr Garrel hat schon vor einiger Zeit Maßnahmen gegen den Virus getroffen, mit denen sie eine Ausbreitung verhindern will. Zuerst wurden alle Dienstabende, Lehrgänge, sonstige Treffen und die Anfang März geplante Generalversammlung aufgehoben.

Selbstverständlich ist die oberste Priorität, die Einsatzbereitschaft in der gewohnten hohen Qualität sicherzustellen. Für dieses Ziel kann die Feuerwehr Garrel glücklicherweise auf 70 aktive und bestens ausgebildete Einsatzkräfte zurückgreifen. Dementsprechend ist es möglich, die Einsatztaktik an die jetzige Situation anzupassen. So wurde die Mannschaft in zwei gleich große und starke Schleifen (Meldergruppen) eingeteilt. Im wöchentlichen Wechsel wird aktuell je eine Gruppe zu einem Einsatz gerufen. In den allermeisten Fällen reicht die dann vorhandene „Manpower“ völlig aus. Sollte jedoch eine größere Schadenslage mehr Personal erfordern, so alarmiert man beide Gruppen.

Ebenfalls geändert hat sich das Vorgehen an der Einsatzstelle. Hier wird nur die absolut notwendige Zahl an Kameraden eingesetzt. Alle anderen Feuerwehrmänner verbleiben erst einmal in Bereitschaft auf den Feuerwehrfahrzeugen oder ggf. gleich im Feuerwehrhaus. Sobald es die Lage zulässt, fahren sie zurück nach Hause.

Mit diesen Regelungen will man die Kontakte untereinander minimieren und eine Ausbreitung innerhalb der Feuerwehr verhindern. Denn es hätte zur Folge, gelingt das nicht, dass die Einsatzbereitschaft in Gefahr wäre, weil die Einsatzkräfte genauso in Quarantäne müssten.

Weiter hofft die Garreler Feuerwehr, dass diese Maßnahmen sie nicht mehr allzu lange begleiten oder schlimmstenfalls noch verschärft werden müssen.

Auf jeden Fall wünscht die Feuerwehr Garrel allen Bürgerinnen und Bürger – bleibt gesund.

Symbolbild: pixabay.com

 

Bürgermeisterwahl in Garrel – Kandidaten besuchten die Feuerwehr

Am Dienstagabend, den 26.11.2019, bekam die Feuerwehr Garrel Besuch von den vier Bürgermeisterkandidaten. Die Bewerber nutzten den offiziellen Dienstabend, um sich noch einmal bei der Feuerwehr vorzustellen. Auch wurden Themen wie die Jugendarbeit, der Feuerwehrbedarfsplan und die Zusammenarbeit angesprochen. Im Anschluss setzten die Feuerwehrmänner ihren Dienstabend im Rahmen einer Betriebsbesichtigung bei der Firma „G+G Convenience Produkte GmbH & Co. KG“ im Industriegebiet fort. Die Feuerwehr Garrel wünscht allen vier Bürgermeisterkandidaten bei der Wahl am Sonntag, den 30.11.2019, viel Glück.

Stv. Gemeindebrandmeister Michael Schaub (links) und Gemeindebrandmeister Peter Deeben (rechts) bedankten sich für den Besuch bei den Bürgermeisterkandidaten Martin Backhaus, Thomas Höffmann, Reinhard Meyer und Detlev Buschenlange (von links)

 

Feuerwehrmänner für 25 Jahre ehrenamtlichen Dienst geehrt

Im Rathaus zu einer feierlichen Stunde zusammengekommen sind am Dienstagabend, den 29.10.2019, die Garreler Feuerwehrmänner. Der Grund war die Ehrung von Mario Backhaus, Markus Grundau, Ralf Looschen und Andreas Vossmann für jeweils 25 Jahre ehrenamtlichen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Garrel. Gemeindebrandmeister Peter Deeben sprach den vier Kameraden sowie den Ehefrauen seinen Dank aus. Zusammen mit Gemeindemitarbeiter Wilfried Schewe überreichte der stellvertretende Bürgermeister Herbert Holthaus neben einer Ehrenurkunde auch das Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige Verdienste des Landes Niedersachsen. Nach dem offiziellen Teil im Rathaus kam die Gesellschaft wieder im Feuerwehrhaus zusammen, wo noch ein Essen bereitstand.

Ausführlicher dazu:

Bild: Sandra Hoff, Münsterländische Tageszeitung

 

Löninger Feuerwehrsenioren zu Gast in Garrel

Von der Ausstattung im Spritzenhaus beeindruckt – Löninger Feuerwehrsenioren zu Gast in Garrel

Auf Einladung des Seniorenpräsidenten Siegfried Behrens der Garreler Feuerwehr statteten die Löninger Kollegen ihren Kameraden in Garrel einen Besuch ab. Siegfried Behrens nahm die Gäste selbst in Empfang und erläuterte bei Kaffee und Kuchen den Werdegang des neuen Feuerwehrhauses. Danach übernahmen Gemeindebrandmeister Peter Deeben und sein Stellvertreter Michael Schaub die Führung durch das Gebäude. Sie gaben Einblicke in den Aufbau der Räume und stellten den Fuhrpark im Feuerwehrhaus vor.
Die Senioren aus Löningen zeigten sich beeindruckt von der technischen Ausstattung und dem Feuerwehrhaus an sich. Hinterher setzten sich die Garreler Senioren und ihre Gastgeber noch zusammen und erinnerten sich an ihre eigene aktive Zeit. Gerd Wendte bedankte sich stellvertretend für die Löninger Gäste für die ausführlichen Erklärungen, bevor sie die Heimreise antraten. Fest vereinbart wurde, dass ein Gegenbesuch in Löningen stattfinden soll.

Bild und Text: Karl-Heinz Wendte, Feuerwehr Löningen

Verpuffung in der Zwischendecke – Einsatzübung bei der Firma Eichkamp

Von einem tatsächlichen Einsatz gingen die Männer der Feuerwehr Garrel aus, als am Dienstagabend um 18:18 Uhr die Sirene aufheulte und das Stichwort „Mittelbrand Gebäude – brennt in Zwischendecke“ auf ihre Meldeempfänger erschien. Das war auch der Plan von Ingo Alberding, Reiner Fitze, Mario Backhaus und Peter Schulte. Denn sie hatten bei der Firma Eichkamp eine Übung ausgearbeitet und geheim gehalten. Alles sollte so real wie möglich aussehen.

Die angenommen Lage sah vor, dass es bei Schweißarbeiten in der Zwischendecke unterhalb der Technik zu einer Verpuffung gekommen war. Einer der beiden Monteure wurde dabei schwer verletzt. Zudem entstand dort auch noch ein Feuer. Der zweite Arbeiter musste aufgrund der starken Rauchentwicklung die Zwischendecke sofort verlassen, ohne seinen bewusstlosen Kollegen helfen zu können. Er setzte sofort nach dem Verlassen einen Notruf ab und begab sich zur Brandmeldezentrale, um die eintreffende Feuerwehr einzuweisen. Während der Erkundung mit dem Monteur kam die Meldung, dass man einen weiteren Mitarbeiter der Firma vermissen würde. Dieser sollte sich zum Zeitpunkt der Verpuffung in der Technik aufgehalten haben. Daraufhin wurde der Bereich durchsucht. Schließlich fand man die vermisste Person eingeklemmt unter einer großen Kabeltrommel und einem Kunststoffcontainer.

Zu den ersten Aufgaben, die das Szenario für die Feuerwehrmänner bereithielt, gehörte die Menschenrettung. Vier Trupps unter schwerem Atemschutz machten sich auf den Weg in die Zwischendecke, um die verletzte Person (Puppe) zu retten. Dabei drangen sie mit einem C-Rohr und einer Wärmebildkamera vor. Gegen den Rauch kam dort auch ein Überdrucklüfter zum Einsatz. Ein weiterer Atemschutztrupp befreite den eingeklemmten Mitarbeiter (Puppe), indem sie mit einem akkubetriebenen Spreizer die Kabeltrommel und den Kunststoffcontainer anhoben. Zeitgleich baute eine andere Gruppe eine Wasserversorgung zu einem offenen Gewässer (Regenrückhaltebecken) auf. Dementsprechend konnte ein Außenangriff mit einem massiven Wassereinsatz über den Werfer des Tanklöschfahrzeugs „TLF 24/50“ erfolgen.

Gegen 21:00 Uhr erklärte Gemeindebrandmeister Peter Deeben die Übung für beendet und zeigte sich mit dem Verlauf und den erreichten Zielen sehr zufrieden. Zumal es ihm ebenso ein Anliegen war, die Kommunikation sowie die Einsatz- und Atemschutzdokumentation an der Einsatzstelle über den neuen Einsatzleitwagen „ELW 1“ zu trainieren.

Die Feuerwehr Garrel bedankt sich recht herzlich bei der Firma Eichkamp für die Bereitstellung des Betriebsgeländes.