Anwendungslehrgang für Gerätesatz Sichern und Retten erfolgreich absolviert

Einen Anwendungslehrgang für den Gerätesatz Sichern und Retten haben sieben Kameraden der Feuerwehr Garrel erfolgreich absolviert. Fünf Termine waren für den Lehrgang angesetzt, der innerhalb drei Wochen insgesamt 24 Unterrichtsstunden umfasste.

Mit den Sätzen, die jüngst von der Feuerwehr Garrel angeschafft wurden, können sechs Feuerwehrmänner truppweise arbeiten. Sie sind für die Personensicherung und die Rettung hilfloser Personen vorgesehen.

Das System ist geeignet, um Personen aus höher gelegenen Positionen abzulassen oder aus tieferliegenden Bereichen aufzuziehen, wie es zum Beispiel bei einer Schachtrettung oder einer Steilhangrettung der Fall sein kann. Es besteht auch die Möglichkeit verunglückte oder erschöpfte Personen in ihrem eigenen Auffangsystem zu sichern bzw. zu retten. Einen großen Nutzen bringt der Gerätesatz in Bezug auf die Eigensicherung. So können Einsatzkräfte in absturzgefährdeten Bereichen wie Dachflächen sicher arbeiten.

Trainiert wurden die Anwendungsmöglichkeiten an unterschiedlichen Orten. Im Garreler Dorfpark setzten die Lehrgangsteilnehmer eine Steilhangrettung über eine längere Strecke um. Ein anderes Szenario sah eine rückenschonende Tragehilfe in einem Treppenhaus vor. Hier bauten sie eine provisorische Tragenaufhängung an einer Schleifkorbtrage. Anschließend konnte die Trage schwebend über das Treppengeländer mit Drehbewegungen und gleichzeitigem Ablassen durch das Treppenhaus manövriert werden. Ein besonderer Dank geht an die Feuerwehr Cloppenburg, die ihre Drehleiter zur Verfügung stellte. Mit ihr konnten weitere Methoden der Rettung und Sicherung geübt werden.

Am Ende des Lehrgangs zeigten sich die Kursteilnehmer von den anspruchsvollen und praxisnahen Übungen beeindruckt. Das positive Fazit war einhellig.

Steilhangrettung über eine längere Strecke im Garreler Dorfpark. Das Sicherungs- und Rettungsgerät wurde oberhalb an
einem Baum angeschlagen. Das Aufziehen erfolgte mittels aufgesetztem 1:3 Flaschenzug.

 

Provisorische Tragenaufhängung an einer Schleifkorbtrage für eine rückenschonende Tragehilfe, mit der die Trage schwebend
über das Treppengeländer mit Drehbewegungen und gleichzeitigem Ablassen durch das Treppenhaus manövriert wurde.

 

Ablassen einer verunfallten Person aus dem Übungsturm der Feuerwehrtechnischen Zentrale mit zwei Gerätesätze und
einer Schleifkorbtrage.

Sicherung von Einsatzkräften über eine Drehleiter, um beispielsweise für Nachlöscharbeiten die Dachhaut zu entfernen.
Der Gerätesatz ist so konzipiert, dass ein Tragen mit einem Atemschutzgerät möglich ist.

Alarmübung beim Hotel Heidegrund – Ernstfall geprobt

Mit einer Alarmübung haben die Feuerwehrmänner der Feuerwehr Garrel am Sonntagvormittag um 11:37 Uhr bestimmt nicht gerechnet, als auf ihre Melder das Stichwort „BMA groß“ erschien. Das war auch der Plan von fünf Garreler Kameraden. Denn der Arbeitskreis hatte bei dem Hotel Heidegrund an der Thülsfelder Talsperre eine Großübung ausgearbeitet und geheim gehalten. Nur ein paar Personen wussten von dem Vorhaben. Darunter der Kreisbrandmeister Arno Rauer sowie die Stellvertreter Franz-Josef Nording und Stefan Abshof. Ebenso wurden unter anderem Clemens Kenkel von der Brandschutzdienststelle des Landkreises Cloppenburg und Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann eingeladen. Weiter waren in die Übung die Feuerwehren Cloppenburg und Markhausen involviert. Auch das Deutsche Rote Kreuz des Landkreises Cloppenburg beteiligte sich vor Ort mit einem Großaufgebot an ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter.

Das Szenario sah ein Feuer im Keller des Hotels vor. Dort war in einer Sauna ein Handtuch in Brand geraten. Ein Hotelgast betätigte daraufhin den Handdruckfeuermelder im Wellnessbereich. Parallel meldeten Mitarbeiter das Feuer telefonisch der Leitstelle, sodass unmittelbar nach der Alarmierung über die Brandmeldeanlage eine Stichworterhöhung auf „Kellerbrand (Sauna) im Hotel“ mit dem Zusatz „MANV 10“ (Massenanfall von Verletzten) erfolgte. Mehrere Personen wurden vermisst. Andere hatten Rauch eingeatmet. Dementsprechend schickte die Leitstelle zusätzlich die beiden Feuerwehren Cloppenburg und Markhausen zum Übungsort. Vom DRK-Kreisverband Cloppenburg machten sich die DRK-Bereitschaft Garrel, die SEG-Gruppe 2 (Schnelleinsatzgruppe) sowie die Örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst auf den Weg.

Nach der Erkundung durch die Einsatzleitung ergaben sich für die Einsatzkräfte verschiedene Aufgaben. So übernahmen die Garreler im Saunabereich die Brandbekämpfung und die Menschenrettung. Eine etwa 80 kg schwere Puppe, die eine verstorbene Person darstellte, wurde geborgen. Ebenso sollte das angrenzende und stark verrauchte Treppenhaus nach verletzten Personen abgesucht werden. Hier fanden die Feuerwehrmänner zwei Dummys, die auch zwei Leichen nachbildeten. Anschließend wurde noch der Elektrolüfter eingesetzt, um die Räumlichkeiten vom Rauch zu befreien.

Auf der Rückseite des Wellnessbereiches baute die Feuerwehr Cloppenburg ihre Drehleiter auf, um drei Personen vom Balkon des 2. Obergeschosses mit der Schleifkorbtrage zu retten. Die gehunfähigen Statisten wiesen Brandverletzungen und Rauchgasvergiftungen auf. Dementsprechend mussten sie vom Rettungsdienst auf dem Balkon erstversorgt werden. Schnell wurde im Vorfeld für die Sanitäterinnen und Sanitäter eine Steckleiter in Stellung gebracht.

Die Feuerwehr Markhausen bekam die Aufgabe, den stark verrauchten Schwimmbadbereich im Erdgeschoss auf eine eventuelle Brandausbreitung zu kontrollieren. Zudem nahmen die Einsatzkräfte aus Markhausen auch eine Menschenrettung vor. Eine verletzte Frau musste in Sicherheit gebracht werden.

Feuerwehrfrauen und -Männer aus allen drei Feuerwehren, die noch zur Verfügung standen, kümmerten sich um die Wasserversorgung. Dafür wurden zwei Löschbrunnen in Betrieb genommen. Zeitgleich konnte so auch unter der Verwendung eines Wasserwerfers die Ergiebigkeit geprüft werden. Der Rettungsdienst hatte den Auftrag, eine Sammelstelle für die verletzten Personen aufzubauen. Hinzu kam die Organisation der Erstversorgung und des Transportes.

Bei allen Stationen, wo die Brandbekämpfung und die Menschenrettung im Vordergrund stand, wurden zwei bis drei Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt. Hinzu kam noch jeweils ein Sicherheitstrupp.

Die verantwortlichen Mitarbeiter des Hotels nutzten die Übung zeitgleich, um eine eigene Evakuierungsübung durchzuführen. Sie leiteten alle Gäste gemäß der Brandschutzverordnung auf die entsprechenden Sammelplätze. Selbstverständlich wurden die Gäste zuvor über die Übung informiert. Anschließend konnten sie in das Hotel zurückkehren und ihren Aufenthalt weiter genießen.

Nach rund zwei Stunden begannen die Aufräumarbeiten. Dabei unterstützte die Feuerwehr Cappeln mit dem Abrollbehälter AB-Atemschutz, indem sie direkt an Ort und Stelle die gebrauchten Atemmasken und -Flaschen ersetzten. Mehr als 100 Einsatzkräfte nahmen an der Übung teil. Sie zeigten sich bei einer ersten Nachbetrachtung in den Räumlichkeiten des Hotels durchweg zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Lob gab es auch von Seiten des Hotels und des Landkreises. Mit einem gemeinsamen Essen wurde die Alarmübung schließlich beendet. An dieser Stelle geht nochmal ein großer Dank an das Hotel Heidegrund für die Bereitstellung des Firmengeländes und der Gastfreundschaft.

Auszeichnung im Rathaus – zwei Feuerwehrmänner geehrt

In einer feierlichen Zeremonie wurden am Dienstagabend zwei Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Garrel für ihr langjähriges und engagiertes Ehrenamt im Rathaus in Garrel geehrt. Bürgermeister Thomas Höffmann und Kreisbrandmeister Arno Rauer würdigten die Verdienste von Oberfeuerwehrmann Christian Voßmann für 25 Jahre Dienst sowie Hauptlöschmeister Siegfried Behrens, der stolze 60 Jahre im Dienst der Feuerwehr steht.

Bürgermeister Thomas Höffmann blickte in den vollbesetzten Ratssaal und betonte in seiner Ansprache die Bedeutung solcher Ehrungen: „Für jeden Bürgermeister und die zuständigen Fachbereiche ist es immer wieder eine schöne Amtshandlung, die Feuerwehrkameraden in der eigenen Gemeinde zu ehren.“ Er würdigte die herausragende ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr und drückte den Respekt der Gemeinde aus.

„Verwaltung und Rat wissen, was ihr in eurer Freizeit ehrenamtlich leistet und schätzen die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr Garrel“, machte Höffmann deutlich. Außerdem unterstrich er die Wichtigkeit von gut ausgebildeten Kameraden, die in kritischen Situationen einen kühlen Kopf bewahren und sich gegenseitig unterstützen. Er betonte darüber hinaus, dass die Gemeindepolitik geschlossen hinter der Feuerwehr stehe und notwendige Investitionen einstimmig befürworte.

Die erste Ehrung galt Oberfeuerwehrmann Christian Voßmann, der seit 1998 Teil der Feuerwehrfamilie ist. Mit Beförderungen zum Feuerwehrmann im Jahr 2007 und zum Oberfeuerwehrmann im Jahr 2016 hat er sich stetig weiterentwickelt. Bürgermeister Höffmann überreichte Voßmann das niedersächsische Ehrenzeichen für 25-jährige Dienste im Feuerwehrlöschwesen, begleitet von Dank und Glückwünschen für die symbolische „silberne Hochzeit“ im Dienst.

Kreisbrandmeister Arno Rauer würdigte Siegfried Behrens für seine beeindruckenden 60 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Behrens trat am 1. August 1963 in die Feuerwehr Garrel ein und durchlief verschiedene Dienstgrade bis zum Hauptlöschmeister. Rauer betonte die prägende Rolle, die Behrens für junge Feuerwehrleute spielte und lobte seine aktive Teilnahme in der Alters- und Ehrenabteilung. Die besondere Ehre, Behrens für 60 Jahre aktiven Dienst zu ehren, wurde von Rauer als Ausdruck höchster Anerkennung betont. Ein besonderer Dank ging zudem an Frau Maria.

Auch Garrels Bürgermeister fand besondere Worte für Siegfried Behrens: „Für diese 60-jährige Verbundenheit zur Feuerwehr und Gemeinde spreche ich unserem Jubilar meine Anerkennung und meinen Respekt aus.“ Er verglich die 60 Jahre im Dienst mit einer „diamantenen Hochzeit“ und betonte, dass Behrens‘ Beziehung zur Feuerwehr ebenso hart und unverwüstlich wie ein Diamant sei.

Gemeindebrandmeister Michael Schaub schloss die Ehrungen mit warmen Worten, indem er betonte, dass Christian und Siegfried nicht nur Erfahrung, sondern vor allem unermüdlichen Einsatz und Opferbereitschaft für die Gemeinschaft gezeigt haben. „Möge euer Beispiel weiterhin Generationen von Feuerwehrleuten inspirieren. Eure Hingabe ist das wahre Feuer, das unsere Gemeinschaft stark und sicher hält,“ sagte Schaub abschließend.

Werdegang der beiden Kameraden in der Feuerwehr Garrel:

Christian Voßmann:

–    1998 trat Christian Voßmann der Jugendfeuerwehr bei, seit 2006 ist er bei der Ortsfeuerwehr Garrel im Dienst.

–    Es folgten Beförderungen: 2007 zum Feuerwehrmann und 2016 zum Oberfeuerwehrmann.

–    Seit 2016 ist Voßmann Teil der Wettkampfgruppe TS Gruppe 2.

Siegfried Behrens:

–    Am 1. August 1963 trat Siegfried Behrens der Feuerwehr Garrel bei.

–    Es folgten Beförderungen: 1963 zum Feuerwehrmann, 1974 zum Oberfeuerwehrmann, 1979 zum Hauptfeuerwehrmann, 1988 zum                 Löschmeister, 1993 zum Oberlöschmeister und 1999 zum Hauptlöschmeister.

–    Von 1983 bis 2001 war Behrens Gruppenführer und von 2003 bis 2009 Fahnenträger.

–    Am 7.7.2007 ist Siegfried Behrens in die Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Garrel übergetreten und mittlerweile dort als                     Alterspräsident aktiv.

Text und Bild: Yvonne Högemann, Garrel

 

Feuerwehrfahrzeuge fahren mit Trauerflor

Für jede Feuerwehr oder andere Hilfsorganisationen ist es ein Alptraum, wenn Kameradinnen und Kameraden bei einem Einsatz ihr Leben verlieren.

Leider ist es am Sonntag, den 18.06.2023, bei einem Brand in einem Motorradgeschäft in Sankt Augustin (NRW) geschehen. Eine Feuerwehrfrau und ein Feuerwehrmann starben bei dem Einsatz.

In Gedanken an die beiden Verstorbenen wünscht die Feuerwehr Garrel den Familien und Kameraden die notwendige Kraft.

Aus diesem Grund tragen die Feuerwehrfahrzeuge bis zum Abend des 02.07.2023 einen Trauerflor

Gott zur ehr, dem nächsten zur Wehr.

Tag der offenen Tore – vielfältiges Programm vorbereitet

Die Feuerwehr Garrel öffnet am Sonntag, den 02.07.2023 die Tore. Mit dem Teamwettkampf, bei dem Ihr ein Fahrzeug gegen die Zeit zieht, oder der Kinderrally wartet ein vielfältiges Programm auf die ganze Familie. Auch stellen Fachzüge des Kreisfeuerwehrverbandes Cloppenburg oder andere diverse Hilfsorganisationen ihr Equipment aus. Die Feuerwehr Garrel freut sich auf Euren Besuch.

Ist möglicherweise ein Bild von 3 Personen, Plakat, außen und Text

Generalversammlung 2023

Neuwahlen und zahlreiche Beförderungen standen im Mittelpunkt der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Garrel. Einstimmig wurde Christoph Bohmann zum Jugendfeuerwehrwart und damit zum Nachfolger von Niklas Wiese gewählt. Sein Stellvertretender ist ab sofort Johannes Kühling, der Jan Bohmann folgt. In seinem letzten Bericht hatte Niklas Wiese berichtet, dass 21 Jugendliche zur Jugendfeuerwehr gehören. Neun hätten die Anforderungen für die Leistungsspange geschafft.

Als Anwärter nahm die Feuerwehr Garrel Tim Behrens, Adrian Rum und Martin Krummen neu auf. Nach ihrer Bewährungszeit wurden Nicolas Goubeaud, Johannes Kühling, Christian Lanfermann und Terry Möller zum Feuerwehrmann befördert. Weitere Beförderungen: Jan Bohmann (Oberfeuerwehrmann), Andreas Voßmann (1. Hauptfeuerwehrmann), Niklas Wiese (Löschmeister), Ingo Alberding und Michael Schaub (beide Oberbrandmeister). Der Feuerwehrkreisverband Cloppenburg beförderte Mario Backhaus zum Oberlöschmeister. Neu oder wiedergewählt wurden als Gruppenführer Thorsten Kühling, Peter Schulte, Michael Tangemann, Jens Rauer und Niklas Wiese. Michael Kohler gab sein Amt als Gruppenführer auf. Reiner Fitze stellte seinen Posten als Gruppenführer der Gefahrgutgruppe zur Verfügung.

2022 rückte die Feuerwehr Garrel insgesamt 146-mal aus. Darunter fielen 16 Brandeinsätzen, 15 Verkehrsunfällen und 51 Hilfeleistungen. Allein im Februar gab es bei den Stürmen „Ylenia“ und „Zeynep“ 35 Einsätze. „60 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen ist ein trauriger Rekordwert“, bilanzierte Schriftführer Andreas Voßmann. Dadurch seinen 542 Einsatzstunden zusammengekommen. Das entspricht 25 Prozent der Gesamteinsatzzeit. Im Jahr 2022 waren die Garreler Feuerwehrkameraden 8400 Stunden im Dienst, davon 2200 bei Einsätzen.

Gemeindebrandmeister Michael Schaub beklagte die zahlreichen Fehlalarme und ließ in seinem Bericht das Jahr Revue passieren. Dabei sprach er auch die Einrichtung einer Annahmestelle für die Ukrainehilfe oder die Unterstützung bei der Beerdigung von Pfarrer em. Alfons Diekmann an.

Bürgermeister Thomas Höffmann bedankte sich für den Einsatz der Feuerwehr und deren Zuverlässigkeit. Gemeinsam mit dem Kommando begleite man den neuen Bedarfsplan und die Anschaffung mehrerer Fahrzeuge in den nächsten Jahren. „Frustrierend“ sei die hohe Zahl der Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen. Hier sei man mit den Firmen im Gespräch. Wenn Garrels Feuerwehrleute in Zukunft einen Lehrgang besuchen, erhalten sie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 100 Euro, bislang waren es 50 Euro.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Abshof beklagte das mangelnde Angebot für Fortbildungen. Eine qualifizierte Weiterbildung sei kaum noch möglich. Das Innenministerium müsse dringend mehr Angebote in der Feuerwehrschule Loy schaffen. In Cloppenburg werde derzeit ein großer Übungsplatz neu eingerichtet. Die Anschaffung eines neuen Containerfahrzeugs verbessere die Situation nach den Einsätzen in den Bereichen Kontaminierung, Reinigung der Einsatzkleidung und Duschen.

Die vom Kreisverband neu aufgelegte „Verdienstmedaille in Bronze“ erhielt Holger Crone. Durch seine Aufgabe als Getränkewart leiste er seit 22 Jahren einen wichtigen Dienst für die Kameradschaft, der durch Beförderungen nicht entsprechend honoriert werden könne. Die neuen Medaillen seien bestimmt für die Verdienste im Hintergrund, sagte Abshof.

 

Bild & Text: Hubert Looschen

Dienstabend – Einsatzübung Forstunfall

Für den Dienstabend am Dienstag, den 07.03.2023, haben sich der stellvertretene Gemeindebrandmeister und die Gruppenführer wieder eine interessante Einsatzübung einfallen lassen.

Das Szenario sah einen Forstunfall vor, bei dem zwei Forstarbeiter unter Bäumen eingeklemmt wurden. Die Bäume waren ineinander verkeilt. Zudem befand sich die Einsatzstelle in einem unwegsamen Gelände tief im Wald.

Zwei Dummys, eingeklemmt unter Bäumen stellten die Personen dar. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an einen Kameraden, der sowohl das Gelände im Trimm-dich-Pfad als auch einen Teleskoplader für die Positionierung der Bäume zur Verfügung stellte.

Zu den Hauptaufgaben gehörten neben dem Ausleuchten der Unfallstelle einschließlich der Zuwegung auch selbstverständlich die patientenorientierte Rettung der beiden Personen. Hierfür nutzen die Kameraden der Feuerwehr Garrel sämtliche Gerätschaften, die zur technischen Hilfeleistung eingesetzt werden, wie zum Beispiel Hebekissen.

Aufgrund der langen Wegstrecke von etwa 250 Metern war es notwendig, Notstromaggregate, Beleuchtungsmaterialien und anderes technisches Gerät von den Fahrzeugen abzulasten und im Wald zu positionieren. Das nahm Manpower in Anspruch. Um die Gerätschaften koordiniert einsetzen zu können, wurde in Höhe der Einsatzstelle ein Ablageplatz eingerichtet.

Eine Sammelstelle musste für die Verletzten an einem geeigneten Ort aufgebaut werden. Diese sollte zum Beispiel vom Rettungsdienst mit ihren Fahrzeugen befahrbar sein. Zu dieser Stelle wurden später die zwei Verletzten in einer Schleifkorbtrage transportiert. Ebenfalls ein Bestandteil der Übung war die Betreuung und Wärmeerhaltung der Patienten.

275 Jahre Dienst in der Feuerwehr Garrel – sechs Jubilare geehrt

Für insgesamt 275 Jahre Dienst in der Feuerwehr Garrel konnten am Dienstag, den 22.11.2022 gleich sechs Kameraden geehrt werden. Alle Mitglieder der Feuerwehr Garrel, sowohl aus der aktiven Wehr als auch aus der Altersabteilung, wurden zu dieser Feierlichkeit von Bürgermeister Thomas Höffmann und Fachbereichsleiter Wilfried Schewe in den Ratssaal der Gemeinde Garrel eingeladen.

„Ehrungen sind immer etwas ganz Besonderes“, sagte Höffmann bei seiner Begrüßung. „Wir wollen Danke sagen an langjährig verdiente Kameraden, die der Allgemeinheit und somit Garrel treu gedient haben. Sie verdienen unseren Respekt“, so der Verwaltungschef. Verwaltung und Feuerwehr verbinde seit Jahren ein „enges und vertrautes Band in Zusammenarbeit und Zusammenhalt“, so Höffmann. Der Bürgermeister versicherte auch für die Zukunft die volle Unterstützung der Gemeinde und wies dabei auf bedeutende Beschaffungen hin, die in den nächsten Jahren anstünden. So sprach Höffmann die Anschaffung eines Gerätewagens „GW-Logistik“ und den Austausch der Einsatzkleidung an.

Folgende sechs Kameraden wurden ausgezeichnet:

Für 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Garrel der Erste Hauptfeuerwehrmann Walter Jarsetz. Er war 1997 in die Wehr eingetreten, wurde 2003 zum Oberfeuerwehrmann befördert, 2010 zum Hauptfeuerwehrmann und 2018 zum Ersten Hauptfeuerwehrmann. 2002 wurde er mit der Hochwasser-Medaille geehrt.

Seit 40 Jahren im Dienst der Garreler Wehr sind Ansgar Mayhaus und Reiner Fitze. Beide waren nach der Jugendfeuerwehr 1989 in die Ortsfeuerwehr Garrel übernommen worden. 1993 wurde Mayhaus Oberfeuerwehrmann, 2000 Hauptfeuerwehrmann und 2008 Erster Hauptfeuerwehrmann.

Reiner Fitze wurde 1991 zum Oberfeuerwehrmann, 1993 zum Hauptfeuerwehrmann, 1994 zum Löschmeister, 2003 zum Oberlöschmeister und 2009 zum Hauptlöschmeister befördert. Er war von 1989 bis 1992 stellvertretender Jugendwart, von 1992 bis 1998 Jugendwart. Von 2001 bis 2018 Gruppenführer und von 2014 bis 2018 Zugführer.

Kreisbrandmeister Arno Rauer übernahm die Ehrungen von Josef Tapken und Kurt Behrens, die beide seit 50 Jahren Mitglied in der Feuerwehr Garrel sind. Tapken, der 1979 zum Oberfeuerwehrmann, 1987 zum Hauptfeuerwehrmann und 2002 zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördert worden war, war „der Maschinist“, sagte Rauer. Kurt Behrens, der 1980 Oberfeuerwehrmann, 1987 Hauptfeuerwehrmann und 2002 Erster Hauptfeuerwehrmann wurde, sei „der Mann mit dem Atemschutzgerät auf dem Rücken.“

Eine besondere Ehrung konnte Kreisbrandmeister Arno Rauer bei seinem Vater vornehmen. Helmut Rauer wurde für 70-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr gewürdigt. Im Jahr 1952 trat Helmut Rauer in die Feuerwehr Löningen ein, in der sein Vater Gemeindebrandmeister war. Von 1970 bis 1973 führte der 85-jährige Jubilar das Amt des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters in Löningen aus, bis er 1973 zum Bezirksschornsteinfeger in Garrel bestellt wurde. Mit der Wohnsitzänderung folgte die Aufnahme in der Garreler Wehr. Drei Jahre später baute Helmut Rauer maßgeblich die Jugendfeuerwehr in Garrel auf, die er als Jugendwart von 1976 bis 1983 leitete. Ämter wie der Kreisjugendwart (1983 -1990) und Sprecher der Jugendfeuerwehren im Oldenburgischen Feuerwehrverband (1990 – 1994) folgten.

Die Feuerwehrkameraden bedachten die Leistung mit stehenden und langanhaltenden Ovationen. „Das Modell der Jugendfeuerwehr war und ist ein absolutes Erfolgsmodell und unsere Kaderschmiede“, lobte auch Bürgermeister Höffmann, der im Namen von Rat und Verwaltung ebenfalls allen Jubilaren sowie deren Ehefrauen Glückwünsche aussprach. Im Namen der Feuerwehr beglückwünschte auch der stellvertretende Gemeindebrandmeister Ingo Alberding in Vertretung des erkrankten Gemeindebrandmeisters Michael Schaub die Jubilare und bedankte sich mit Präsenten.

Nach dem offiziellen Teil im Rathaus kamen die Jubilare mit ihren Frauen und die Feuerwehrkameraden wieder im Feuerwehrhaus zusammen, wo noch ein Essen bereitstand und der Abend einen gemütlichen Ausklang fand.

 

Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft CLP in Apen

Am Samstag, den 15. Oktober 2022, fand bei der Firma AMF Bruns GmbH in Apen eine Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Cloppenburg statt. Die Feuerwehr Garrel, die zusammen mit den Feuerwehr Cloppenburg und Feuerwehr Emstek den 4. Zug „Technische Hilfeleistung“ bildet, beteiligte sich mit dem „HLF 16“ und insgesamt 9 Kameraden an der Übung.

Es mussten mehrere technische Rettungen in Zusammenarbeit von den Männern und Frauen des 4. Zugs gelöst werden. Unter anderem war ein Gabelstapler beim Rangieren umgekippt. Da sich seitlich ein Fahrradfahrer befand, wurde dieser unter dem Stapler eingeklemmt. Mit Hebekissen und weitere technische Gerätschaften wurde die eingeklemmte Person schnell befreit. Weiter ereignete sich auf dem Firmengelände ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Hier wurde das Dach mit hydraulischem Gerät abgenommen. Alle Übungen wurden souverän gemeistert, sodass es am Ende ein positives Fazit gab.

Weitere Bilder und ein ausführlicher Bericht, verfasst von Thomas Giehl, stellv. Kreispressewart, auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes Cloppenburg unter folgendem Link: Kreisfeuerwehrverband CLP – Kreisbereitschaftsübung in Apen

Einsatzübung mit der Fw. Bösel – Containerbrand am Gebäude

Mit einer realen Alarmierung wurden am vergangenen Dienstagabend um 19:19 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Bösel und die Feuerwehr Garrel zu einer gemeinsamen Einsatzübung nach Petersdorf alarmiert. Dort hatten die beiden Gemeindebrandmeister Arthur Kasperczyk aus Bösel sowie Michael Schaub aus Garrel bei der Firma Vogelsang Fensterbau Gmbh unter dem Stichwort „Containerbrand am Gebäude“ eine Übung ausgearbeitet und geheim gehalten. Nur mehr oder weniger eine Handvoll Leute waren in den Plan eingeweiht. Darunter zählten nicht einmal ihre Stellvertreter, jedoch aber neben der Familie Vogelsang auch die jeweiligen Bürgermeister Hermann Block und Thomas Höffmann, die die Übung vor Ort ebenfalls beobachteten.

Die angenommene Lage sah vor, dass der Container in Vollbrand stand. Weiter sollte das Feuer auch einen Teil des Hallenbereiches in Brand gesetzt haben. Zudem wurden noch drei Personen vermisst. Die Wehren teilten sich die Aufgaben auf. Während die Böseler mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz die Halle unter „Nullsicht“ durchsuchten, um zwei Dummys zu retten, kümmerten sich die Garreler Kameraden um den Aufbau der Wasserversorgung und holten eine dritte Person mit einer Leiter von einem Balkon des Firmengebäudes.

Mit dieser Übung wurde unter anderem das Ziel verfolgt, die Zusammenarbeit zweier Feuerwehren in Bezug auf die Kommunikation zwischen den einzelnen Einheiten sowie den Einsatzabschnitten und der Menschenrettung zu trainieren. Ebenso sollte das örtliche Hydrantennetz in dem Gewerbegebiet auf ihre Ergiebigkeit getestet werden. Dafür wurden zwei Schlauchleitungen verlegt und mehrere Wasserwerfer eingesetzt.

Nach etwa 90 Minuten erklärte Tobe Koppenberg, stellvertretender Gemeindebrandmeister aus Bösel, der die Einsatzleitung innehatte, die Übung für beendet. Bei einer ersten Nachbesprechung direkt auf dem Firmengelände zeigten sich die 34 Böseler Feuerwehrleute und die etwa 40 Kameraden aus Garrel mit dem Verlauf der Übung durchweg zufrieden. Jedoch wurden noch kleinere Schwachstellen aufgedeckt, die man im Nachgang aufarbeiten und verbessern will, so das gemeinsame Fazit des Abends. Anschließend fand eine zweite Nachbesprechung mit Grillgut und Getränken im Feuerwehrhaus Garrel statt.

Einen recht herzlichen Dank gilt an dieser Stelle noch einmal der Familie Vogelsang für die Bereitstellung ihres Firmengeländes.

Zivilcourage – Hohe Auszeichnung für Lebensretter

Alexander Kromm ist in Garrel mit der Niedersächsischen Rettungsmedaille geehrt worden. Der 47-Jährige hatte im Februar eine bewusstlose Frau aus ihrem verqualmten Haus gerettet.

von Dennis Schrimper, OM-Medien
Dass so viel Aufhebens um seine Person gemacht wird, war ihm nicht wirklich recht. Doch es gilt das alte Sprichwort: Ehre, wem Ehre gebührt. Weil er einer Garrelerin im Februar das Leben gerettet hat, ist Alexander Kromm nun in einer Feierstunde im Garreler Rathaus mit der Niedersächsischen Rettungsmedaille ausgezeichnet worden – eine Ehre, die nur wenigen zuteil wird.
Am 24. Februar war der Unternehmer aus Werlte gegen 11 Uhr mit seinem Mülltonnen-Reinigungsfahrzeug in der Christinenstraße in Garrel unterwegs, als er bemerkte, dass aus einem Bungalow Brandgeruch kam. Er stoppte sein Fahrzeug, klopfte und klingelte, um die Bewohner des Hauses zu warnen. Als niemand antwortete, sich laut einer Anwohnerin aber noch eine Person in dem Haus befinden sollte, schlug Alexander Kromm eine Fensterscheibe ein.
Auf allen vieren kroch der 47-Jährige durch das völlig verqualmte Haus und fand schließlich im Schlafzimmer eine bewusstlose Frau und brachte sie ins Freie. Mit einem in der Nachbarschaft wohnenden Feuerwehrmann kümmerte er sich um die verletzte Person. Die Frau und auch ihr Retter wurden daraufhin ins St.-Josefs-Hospital in Cloppenburg gebracht, wo Kromm 24 Stunden zur Beobachtung bleiben musste.
„Nur durch das entschlossene Handeln unseres Retters konnte die bewusstlose Person vor dem sogenannten Rauchtod bewahrt werden“, sagte Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann, der Alexander Kromm als „echten und wahren Helden“ bezeichnete. Auch die am Einsatz beteiligten Rettungskräfte hätten sein Verhalten als vorbildlich beschrieben. Kromms Zivilcourage verdiene höchste Anerkennung und Respekt. Immerhin habe er nicht eine Sekunde gezögert und sein eigenes Leben und seine Gesundheit zurückgestellt, um zu helfen, so der Verwaltungschef.
„Wo andere zur Seite geschaut hätten, hat Alexander Kromm ‚Bürgermut‘ gezeigt“, so Höffmann. Taten wie diese bewiesen, „dass wir eine offene und soziale Gesellschaft haben, in der Menschen für andere Mitbürger da sind, wenn es darauf ankommt“. Der Verwaltungschef kritisierte, dass die Arbeit von Rettungskräften heutzutage oft von Gaffern und deren „verstörenden Handlungen“ erschwert werde. „Sensationsgierige Personen“ stünden im Weg, um Foto- und Videoaufnahmen zu machen. Im aktiven Dienst als Polizeibeamter und im Rettungsdienst habe er sich selbst oft über diese Verhaltensweisen geärgert, die noch heute seinen Puls in die Höhe trieben.
Udo Schwarz, Regierungsbrandmeister des Niedersächsischen Landesamts für Brand- und Katastrophenschutz, betonte in der Feierstunde, dass die Ehrung Kromms „mehr als nur gerechtfertigt“ sei. „Eine Medaille ist eigentlich noch viel zu wenig.“ Sein rasches und zielgerichtetes Handeln „aus einem Impuls heraus“ sei alles andere als selbstverständlich gewesen. Dadurch rage er positiv aus der Gesellschaft heraus. Die „hohe Wertigkeit“ der Niedersächsischen Rettungsmedaille zeige sich darin, dass sie nur selten vergeben werde. „Das ist kein Streuartikel“, machte er deutlich.
„Helden gibt es leider viel zu wenig“, ergänzte Garrels Gemeindebrandmeister Peter Deeben, der Kromm mit einem Augenzwinkern dazu einlud, sich der Feuerwehr anzuschließen. Kreisbrandmeister Arno Rauer sagte, dass die Minuten, in denen der Retter zur Stelle war, „kostbar“ gewesen seien.
Der Retter selbst gab sich in der Feierstunde bescheiden. „Ich habe damals gar nicht daran gedacht, später mal hier zu sitzen und geehrt zu werden.” Wie er sagte, würde er wieder so handeln. Zu der geretteten Frau habe er keinen Kontakt.

Feierstunde für einen Helden: Alexander Kromm (Mitte) freute sich mit (von links) Gemeindebrandmeister Peter Deeben, Kreisbrandmeister Arno Rauer, Bürgermeister Thomas Höffmann, seiner Frau Marina Kromm, Regierungsbrandmeister Udo Schwarz und dem örtlichen Polizisten Jürgen Pieper über die Auszeichnung. Foto: Schrimper

Hier geht´s zum originalen Zeitungsartikel

Münsterländische Tageszeitung vom 14. Juli 2021

Hier geht´s zu dem veröffentlichten Einsatzbericht der Feuerwehr Garrel

Feuerwehr Garrel, Wohnungsbrand – Müllwagenfahrer rettet Hausbewohnerin

 

Generalversammlung 2022

Kommandowechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr Garrel: Michael Schaub ist Garrels neuer Gemeindebrandmeister und Nachfolger von Peter Deeben, der nach einer sechsjährigen Amtszeit dieses Amt zur Verfügung stellte. Für Peter Deeben gab es viel Lob und einige Ehrungen. Besondere Erwähnung erhielten seine Führungsqualitäten und seine Kameradschaft. Die Feuerwehrkameraden und die Gemeinde Garrel schenkten einen Präsentkorb mit Gutscheinen, vom Kreisfeuerwehrverband gab es eine Ehrengabe. Kreisbrandmeister Arno Rauer kündigte an, dass Peter Deeben zu einem späteren Zeitpunkt vom Kreisverband offiziell verabschiedet werde.

Nachfolger von Peter Deeben ist Michael Schaub, der vom stellvertretenden Bürgermeister Stefan Meyer und dem für die Feuerwehr zuständigen Mitarbeiter im Rathaus, Wilfried Schewe, zum Brandmeister befördert wurde. Stellvertretender Gemeindebandmeister ist Ingo Alberding.

Die letzten beiden Jahre standen ganz im Zeichen von Corona, Dienstabende und weitere Treffen konnten nicht stattfinden. Die Einsatzbereitschaft wurde den Gegebenheiten angepasst, Dienstpläne so gestaltet, dass eine Ansteckung über verschiedene Alarmschleifen und Kleingruppen vermieden wurde. „Es fehlte die Normalität und die Routine“ stellte Schriftführer Andreas Voßmann in seinem Bericht fest. „Also wurde in die Hände gespuckt, noch mal desinfiziert und der Dienstplan immer wieder den Situationen angepasst“.

Die Feuerwehr Garrel rückte im letzten Jahr zu 113 Einsätzen aus. Darunter waren 33 Brände, 26 Hilfeleistungen und 54 blinde Alarme. Peter Deeben erläuterte am Beispiel dreier Einsätze, dass man trotz fehlender Dienstabende den vielfältigen Herausforderungen gewachsen sei.
Als Feuerwehrmannanwärter wurden sieben Männer aufgenommen. Damit gehören 74 Kameraden der aktiven Feuerwehr an. Auch an Nachwuchs gibt es keinen Mangel. In der Jugendfeuerwehr sind alle 20 Ausbildungsplätze besetzt, berichtete Jugendwart Niklas Wiese.

Sebastian Tebben ist jetzt neuer Atemschutzgerätewart. Die Inhaber zweier weiterer Positionen wurden bestätigt: Andreas Voßmann als Schriftführer und Rudi Schulte als Kassenwart. Rainer Kock gab seine Aufgabe als Gruppenführer zurück. Sein Nachfolger ist Thorsten Kühling. Den Dank der Gemeinde überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Stefan Meyer, der die Feuerwehr als Aushängschild der Gemeinde bezeichnete.

Wilfried Schewe ist seit 1983 der für die Feuerwehr zuständige Sachbearbeiter. Seine Arbeit sei geprägt von Kompetenz, großem Engagement und der Bereitschaft für eine gute Zusammenarbeit. Für seine Verdienste verlieh Kreisbrandmeister Arno Rauer das „Feuerwehrehrenzeichen am Bande für Zivilpersonen“ nebst Anstecknadel und Urkunde.

Rauer ging auch auf die Punktevergabe für den vorrangigen Erwerb von Baugrundstücken ein, die in Garrel aktuell nicht vergeben werden. „Das ist eine Bringschuld der Gemeinde“, forderte er den Rat zu einem entsprechenden Beschluss auf. Nur wer in Garrel wohne, könne eine schnelle Ausfahrzeit sicherstellen. Die Punkte seien gut investiert, sagte der Kreisbrandmeister und forderte entsprechende Ratsbeschlüsse, wie sie andernorts schon getroffen seien. Die Feuerwehr sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde.

Beförderungen:

Brandmeister: Michael Schaub, Ingo Alberding
Oberlöschmeister: Peter Schulte
Erster Hauptfeuerwehrmann: Maik Jungmann, Sebastian Tebben
Hauptfeuerwehrmann: Michael Kühling, Pascal Majewski, Henning Otten, Meik Tapken
Oberfeuerwehrmann: Julius Janßen, Jan Lanfermann, Bernd Withake
Feuerwehrmann: Fritz Buchholz
Feuerwehrmannanwärter: Nicolas Goubeaud, Philipp Janosch, Johannes Kühling, Christian Lanfermann, Terry Möller

Beförderungen und Ehrungen: Viele Beförderungen und Ehrungen gab es auf der Hauptversammlung der Garreler Feuerwehr. Neuer Gemeindebrandmeister ist Michael Schaub (links), sein Stellvertreter Ingo Alberding (5.v.l.).

 

Kreisbrandmeister Arno Rauer übereichte das „Feuerwehrehrenzeichen am Bande für Zivilpersonen“ an Wilfried Schewe.

Bilder & Text: Hubert Looschen

Generalversammlung 2020 und 2021

Den Wunsch, möglichst bald wieder einen gewohnten „Feuerwehrdienst“ ausüben zu dürfen, äußerte Garrels Gemeindebrandmeister Peter Deeben auf der Generalversammlung am vergangen Samstag, den 24. April 2021, im Feuerwehrhaus.

Erstmalig in der Geschichte der Feuerwehr Garrel fand die diesjährige Versammlung Corona bedingt als Hybridveranstaltung statt. Dementsprechend wurden nur diejenigen ins Feuerwehrhaus eingeladen, die unbedingt anwesend sein mussten, wie zum Beispiel die zu ehrenden Kameraden.

Zudem begrüßte Peter Deeben und sein Stellvertreter Michael Schaub noch den Kreisbrandmeister Arno Rauer, den Bürgermeister Thomas Höffmann sowie den Fachbereichsleiter Wilfrid Schewe. Alle weiteren Mitglieder, ob aktiv oder in der Altersabteilung, verfolgten die Veranstaltung digital von zu Hause.

Entsprechend ihrer Alarmgruppe nahmen die Anwesenden räumlich getrennt in der Fahrzeughalle und im Gruppenraum an der Sitzung teil. Jede Gruppe nutzte einen separaten Eingang mit einem vorangegangenen Corona-Schnelltest, um das geforderte Hygienekonzept umzusetzen. Ein Alkoholverbot, die Maskenpflicht und der Mindestabstand gehörten ebenfalls als Maßnahmen dazu.

„Vieles musste im vergangenen Jahr abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden“, so die Worte von Gemeindebrandmeister Peter Deeben nach seiner Begrüßung. Selbst das Jahr 2019 konnte noch nicht abgeschlossen werden. Die aktuelle Situation machte eine Absage bei beiden Terminen, die für die Jahreshauptversammlung angesetzt waren, jedes Mal unumgänglich. Somit standen bei dieser Generalversammlung die Abschlüsse von 2019 und 2020 auf der Tagesordnung.

Einen Dank sprach Peter Deeben allen Kameraden aus, die bei der Fertigstellung der Überdachung im Jahre 2019 tatkräftig geholfen haben. Rund 600 Arbeitsstunden hätten die Feuerwehrmänner überwiegend am Wochenende in Eigenleistung investiert. Es versprach, dass die Einweihung noch auf jeden Fall stattfinden werde. Das gleiche würde auch für den neuen Mannschaftstransportwagen gelten, der im November eintraf.

Lobende Worte fand der Gemeindebrandmeister auch für den Arbeitskreis „ELW1“, der zusätzlich nochmal 160 Stunden in die Ausbildung aufbrachte und das über den normalen Dienst hinweg. Der neue Einsatzleitwagen wurde im Sommer 2019 offiziell mit einem anschließenden Tag der offenen Tür feierlich in den Dienst gestellt. Außerdem nehme aktuell auch die Erfassung des kompletten Inventars der jeweiligen Fahrzeuge in ein Feuerwehrportal eine Menge Zeit in Anspruch.

Die Auswirkungen der Pandemie für die Feuerwehr Garrel wurden nach einem Vergleich der beiden vergangen Jahre deutlich. Konnten die Garreler Feuerwehrmitglieder in 2019 noch 74 Lehrgänge besuchen, waren es ein Jahr später nur noch 21 Fortbildungen. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Dienstabenden. Hier lag man im vergangenen Jahr bei 735 Stunden, die etwa nur ein Drittel des üblichen Niveaus ausmachten. Die Einsatzstatistik verzeichnete 111 zu 90 Alarmierungen.

Schlecht sah es auch in Bezug auf die Kameradschaftspflege im letzten Jahr aus. Lediglich der traditionelle Kohlgang fand im Februar statt. Im Vorjahr reiste die Feuerwehr noch nach Hamburg zu einem Mehrtagesausflug und bestritt die Wettkämpfe auf dem Kreisfeuerwehrtag in Scharrel erfolgreich mit zwei erste Plätze und einem zweiten.

Ein letztes Mal trug Hendrik Rauer den Jugendfeuerwehrbericht vor. Nach 10 Jahren erfolgreicher Jugendarbeit gab er das Amt des Jugendfeuerwehrwartes ab. Ebenso musste Maximilian Haase seine Position als Stellvertreter aus beruflichen Gründen abgeben „Ihr habt in den letzten Jahren eine tolle Arbeit geleistet“, sagte Peter Deeben. Auch wenn er den Schritt der beiden bedauere, bräuchte man sich um die Zukunft der Jugendfeuerwehr keine Sorgen machen. „Mit Jan Bohmann wird ab jetzt ein neues Gesicht als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart agieren“, so Deeben. Niklas Wiese als neuer Jugendwart und Jan Bohmann als dessen Stellvertreter wurden einstimmig in ihre Ämter gewählt. Als zusätzlichen Betreuer gewannen die Jugendwarte Peter Wiese hinzu.

Zahlreiche Beförderungen standen zudem noch auf der Agenda. Als Feuerwehrmannannwärter nahm die Feuerwehr Garrel Fritz Buchholz neu auf. Peter Wiese, Hannes Neumeister, Christoph und Jan Bohmann sowie Jan Böckmann wurden Feuerwehrmann. Oberfeuerwehrmann wurden Fabian Schumacher, Henning Otten, Ingo Ordel, Christian Kurmann, Lukas Kock, Stefan Felker, Eugen Boger, Tobias Averbeck und Bernd Alberding. Zum Hauptfeuerwehrmann ernannte man Niklas Wiese, Andreas Voßmann, Hendrik Tegenkamp, Marvin Rolfes, Markus Rempe, Maximilian Haase und Bernd Gieseke. Die Beförderung zum 1. Hauptfeuerwehrmann erhielten Norbert Rolfes, Oliver Högemann und Oliver Hinxlage. Über den Dienstgrad des Löschmeisters freute sich Peter Schulte. Michael Schaub und Ingo Alberding wurden zum Hauptlöschmeister berufen. Gemeindebrandmeister Peter Deeben ist jetzt 1. Hauptbrandmeister.

„Ich möchte es mir heute nicht nehmen lassen 5 Kameraden ausdrücklich willkommen zu heißen“, so Peter Deeben im weiteren Verlauf der Versammlung. Werner Schumacher, Rainer Kock und Christian Suter feierten ihr 40-jähriges Jubiläum. Die beiden Feuerwehrmänner Markus Rempe und Peter Schulte das 25-jährige Jubiläum. „Unsere Jubilare haben über die Jahre sehr vielfältige Aufgaben innerhalb der Feuerwehr übernommen“, fuhr Deeben fort und würdigte in seiner Laudatio den Werdegang des jeweiligen Kameraden. „Leider können wir dieses Jubiläum nicht in der gewohnten Art und Weise gemeinsam mit Euren Frauen im Rathaus durchführen“, sagte er weiter. Glückwünsche überbrachte ebenfalls Bürgermeister Thomas Höffmann und übergab zusammen mit Wilfried Schewe neben einer Ehrenurkunde auch das jeweiligen Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen. Für die daheim gebliebenen Frauen hatte Höffmann ebenso eine Überraschung. Während der Sitzung wurden durch eine Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Blumensträuße an den Haustüren übergeben.

Der Bürgermeister bestätigte zuvor in seiner Ansprache den hohen Stellenwert der Feuerwehr im Gemeinderat. Auch Kreisbrandmeister Arno Rauer beschrieb die besonderen Herausforderungen der Feuerwehren in der Pandemie. Umso mehr freute es ihn, dass bereits am 1. Mai erste Feuerwehrmänner und Frauen aus dem Landkreis Cloppenburg geimpft werden können. Gemeindebrandmeister Peter Deeben bestätigte, dass bereits innerhalb der Garreler Feuerwehr erste Vorbereitungen laufen.

Feuerwehr froh über baldiges Impfangebot – MT Bericht vom 22. April 2021

Einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität sieht Garrels Gemeindebrandmeister Peter Deeben in der Nachricht, dass die Feuerwehrleute in Niedersachsen ab dem 1. Mai priorisiert geimpft werden sollen. „Wir sind sehr gut zufrieden“, sagte er auf Nachfrage.

Dennis Schrimper von der Münsterländischen Tageszeitung sprach Gemeindebrandmeister Peter Deeben auf das Impfangebot an. Der Bericht wurde am 22. April 2021 veröffentlicht.

Hier geht’s zum vollständigen Bericht: Münsterländische Tageszeitung vom 22. April 2021

 

Feuerwehr Garrel unterstützte die Impfkampagne im Landkreis CLP

Auch die Feuerwehr Garrel unterstützte die Impfkampagne im Landkreis Cloppenburg. Am Mittwoch und Donnerstag, den 24. / 25. März 2021, waren jeweils zwei Kameraden bei der Aktion in der Garreler Sporthalle in der Zeit von 08:30 Uhr bis 15:30 Uhr eingeteilt.

Schon in der Vergangenheit haben Feuerwehrmänner am Impfzentrum des Landkreises Cloppenburg an der Talsperre geholfen. Der Parkplatzdienst und die Wegweisung zu den Eingängen gehörten zu den Aufgaben.

Eine ältere Dame, die sich am Donnerstag in der Sporthalle impfen ließ, machte den Kameraden eine kleine Freude. Sie zauberte zwei Duplos aus ihrer Handtasche, weil sie von dem reibungslosen Ablauf vor Ort so begeistert war. Die perfekte Organisation konnten die Feuerwehrmänner nur bestätigen. Auch für ihre Verpflegung war sehr gut gesorgt.